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Content Recycling – noch mehr Zeit sparen dank KI

von | 3.April 2025 | Allgemein, Social Media

Social Media Manager und Kommunikationsverantwortliche wissen: Die Produktion von hochwertigem Content erfordert viel Zeit und jede Menge Kreativität und Gehirnschmalz. Warum also einen mühsam erstellten Beitrag nur einmal verwenden und in der digitalen Versenkung verschwinden lassen?

Das Zauberwort heißt ‚Content Recycling‘!
In jedem Beitrag, jeder Infografik und jedem Video steckt nämlich das Potenzial für zahlreiche weitere Beiträge, Formate und Plattformen. Und mit künstlicher Intelligenz wird Content Recycling effizienter und wirkungsvoller als je zuvor.

Was bedeutet Content Recycling im Social Media Marketing?

Content Recycling bedeutet nicht nur einfach die Wiederveröffentlichung alter Beiträge. Vielmehr geht es darum, bestehende Inhalte in neue Formate und weitere, einzigartige Inhalte zu verwandeln.
Ein Blogartikel kann beispielsweise zur Basis für eine Serie von LinkedIn-Postings werden, eine Webinar-Videoaufzeichnung kann als kurzer Clip für Instagram Reels oder TikTok wiederverwendet werden und eine lange Podcast-Folge kann in prägnante Textzitate für X umgewandelt werden.

Anstatt permanent neue Inhalte zu produzieren, kann man also bestehenden Content neu verwerten. Das spart Zeit und entlastet die grauen Zellen. Klingt gut, oder? Noch viel besser funktioniert das, wenn man KI-Tools wie ChatGPT hinzuzieht.

Warum Content Recycling nicht willkürlich erfolgen sollte

Wer jetzt glaubt, er könne einfach alle alten Beiträge wiederverwenden und die Füße hochzulegen, hat sich leider zu früh gefreut. Ganz ohne neuen Content geht es natürlich nicht. Außerdem eignet sich nicht jeder Beitrag zum Recycling und nicht jeder Inhalt für jedes Format.

Während eine tiefgehende Branchenanalyse als Whitepaper oder LinkedIn-Artikel überzeugt, ist sie für ein TikTok-Video kaum geeignet. Entscheidend ist, die Inhalte zielgerichtet auszuwählen, anzupassen und dabei die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Plattformen zu berücksichtigen.

Und manchmal sind die früher geposteten Inhalte einfach bereits veraltet. Während zeitlose Evergreen-Themen problemlos recycelt werden können, müssen Inhalte zu aktuellen Themen unter Umständen überarbeitet oder ergänzt werden oder sind schlichtweg veraltet. Wer beispielsweise einen Artikel über Social Media Trends aus dem Vorjahr erneut veröffentlichen möchte, sollte prüfen, ob dies sinnvoll ist, der Zielgruppe einen Mehrwert bietet und die Inhalte nicht doch veraltet und für ein Recycling ungeeignet sind.

Auch die Tonalität spielt eine Rolle. Während LinkedIn ein professionelleres Wording erfordert, können Inhalte für Instagram und TikTok lockerer und emotionaler gestaltet sein. Beim Content Recycling ist es also wichtig, nicht nur das Format, sondern auch die Sprache und den Stil an die jeweilige Plattform und Zielgruppe anzupassen.

Welche Inhalte eignen sich nun besonders für Content Recycling?

Wir haben schon geklärt: Nicht jeder ältere Beitrag eignet sich automatisch für eine erneute Veröffentlichung.
Ideal sind natürlich Beiträge, die in der Vergangenheit bei der Zielgruppe gut angekommen sind und Themen, die aktuell von Interesse sind.
Um herauszufinden, welche Inhalte sich besonders lohnen, sollte man sich vor der Wiederveröffentlichung einige zentrale Fragen stellen und auch einen Blick in die Analysetools werfen:

War der Beitrag erfolgreich?

  • Welche Beiträge hatten besonders viel Reichweite, Likes oder Shares?
  • Wo gab es viele (positive) Kommentare oder Diskussionen?

Ist der Inhalt noch aktuell?

  • Ist das Thema des Beitrages im Augenblick relevant für die Leser?
  • Ist der Beitrag noch aktuell oder muss er überarbeitet und mit neuen Informationen ergänzt werden?

Lässt sich der Inhalt in ein anderes Format übertragen?

  • Kann ein alter Blog-Artikel als Instagram-Post oder Infografik aufbereitet werden?
  • Lässt sich ein Video in einen kurzen Social-Media-Clip schneiden?

Hat der Beitrag noch ungenutztes Potenzial?

  • Wurde er nur auf einer Plattform veröffentlicht und kann für andere adaptiert werden?
  • Lässt sich der Content für eine neue Zielgruppe umformulieren?

Passt der Beitrag in meine aktuelle Content-Strategie?

  • Ist das Thema für meine aktuelle Strategie relevant?
  • Unterstützt es meine langfristigen Ziele (z. B. Brand Awareness, Lead-Generierung)?

Künstliche Intelligenz als nützlicher Helfer

Content Recycling ist an sich schon eine Zeitersparnis im Marketing-Alltag. Heute können Marketer dank KI Inhalte schneller und effizienter als jemals zuvor recyclen. Dank ChatGPT & Co. können Inhalte automatisiert umgeschrieben, zusammengefasst, in ihrer Tonalität verändert oder in ganz neue, kreative Formate verwandelt werden.

ChatGPT hilft beispielsweise dabei, lange Blogartikel in kurze, knackige Social-Media-Postings zu transformieren oder Zitate und Kernaussagen herauszulösen. Dabei können auch gleich verschiedene Versionen für unterschiedliche Plattformen erstellt werden, sodass der Inhalt optimal auf LinkedIn, Instagram oder X funktioniert. Oder man lässt die KI zum Beispiel ein Skript für Slides auf LinkedIn erstellen.
Mithilfe von Tools wie ideogram.ai können passende Bilder zu den Texten generiert werden und der Infografik-Generator von Piktochart AI erstellt individuelle Infografiken zu jedem Thema in Sekundenschnelle.

Ein Unternehmen, das regelmäßig Webinare veranstaltet, kann mit KI-Tools aus einer einstündigen Aufzeichnung mehrere neue Inhalte generieren. Die wichtigsten Erkenntnisse lassen sich mit ChatGPT in einem zusammenfassenden Blogartikel festhalten, während Descript automatisch kurze Highlights als Video-Posts für Instagram oder LinkedIn extrahiert. Passende Zitate aus dem Webinar können als Grafiken für Social Media aufbereitet werden, während eine KI-generierte Transkription die Basis für einen Newsletter bildet.

Eine besonders spannende Entwicklung ist der Einsatz von KI für Voice Cloning und Audio-Anpassungen. Man kann damit Podcast-Inhalte automatisch in verschiedene Sprachen übersetzen und die Stimme des Originalsprechers beibehalten. So lässt sich ein einzelner Podcast nicht nur in verschiedenen Formaten, sondern auch für ein internationales Publikum wiederverwenden. Oder man nutzt Speaktor, um geschriebenen Skripte oder jede andere Textdatei in Audioinhalte zu konvertieren.

Probieren Sie es aus! Prompt:
„Erstelle einen professionellen, aber sympathischen LinkedIn-Post auf Basis des Blogbeitrags [Titel Blogbeitrag], den ich Dir als Datei beifüge. Der Post soll [Zielgruppe] ansprechen und maximal 500 Zeichen lang sein. Beginne mit einer aufmerksamkeitsstarken Frage oder Zahl. Erkläre in 1–2 Absätzen, warum [Thema des Beitrages] wichtig ist. Füge einen praktischen Tipp oder eine Best Practice hinzu. Schließe mit einer Handlungsaufforderung ab, die zu Kommentaren anregt. Verwende eine aktive, klare Sprache und vermeide Fachjargon.“

Probiert es aus – es lohnt sich

Wer Social Media effektiv nutzen möchte, sollte sich von der Vorstellung verabschieden, dass jeder Inhalt einmalig und exklusiv sein muss. Erfolgreiches Content Marketing basiert auf Wiederverwertung, intelligenter Anpassung und gezielter Distribution. Künstliche Intelligenz macht diesen Prozess nicht nur schneller, sondern eröffnet völlig neue kreative Möglichkeiten.

Unternehmen, die KI für ihr Content Recycling nutzen, können mit weniger Aufwand mehr Content in höherer Qualität produzieren und ihre Reichweite über verschiedene Kanäle hinweg maximieren. Wer sich frühzeitig mit den richtigen Tools vertraut macht, spart nicht nur Zeit und Ressourcen, sondern verschafft sich einen entscheidenden Vorteil im digitalen Wettbewerb.

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